THEATERSTÜCKE
 
Der Talisman
Wintertheater 2006
Der Talisman ist eine Posse mit Gesang in drei Akten, welche am 16. Dezember 1840 als Benefiz-Vorstellung für Nestroys Lebensgefährtin Marie Weiler im Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Nestroy spielte den Titus Feuerfuchs

Der vagabundierende Barbiergeselle Titus Feuerfuchs und die Gänsehüterin Salome Pockerl haben dasselbe Problem: wegen ihrer feuerroten Haare werden sie von allen gemieden und verspottet. Als Titus kurz nach der Begegnung mit Salome den Friseur Monsieur Marquis beim Durchgehen der Pferde rettet, erhält er von diesem – den er für einen echten Marquis hält – eine schwarze Perücke.
Mit diesem Talisman beginnt sein rasanter Aufstieg (vor allem bei den Frauen): die verwitwete Gärtnerin Flora Baumscheer macht ihn zum Gärtner, dann die verwitwete Kammerfrau Constantia zum Jäger. Wegen Titus fühlt sich der bisherige Verehrer der Kammerfrau zurückgesetzt – Monsieur Marquis, der als einziger – neben Salome – das Geheimnis der wunderschönen schwarzen Haare kennt. Als Titus im Dösen Constantias Namen murmelt, versteckt der Friseur die schwarzen Haare.
In Not und Dunkelheit greift Titus zu einer blonden Perücke, ehe er der Herrin des ganzen Anwesens vorgestellt wird. Die verwitwete Schriftstellerin Frau von Cypressenburg macht ihn daraufhin gleich zu ihrem Sekretär.
Um alle, die seinen Schwindel auffliegen lassen können, aus dem Weg zu räumen, intrigiert Titus gegen die Gärtnerin, die Kammerfrau und den Friseur. Diese werden entlassen, doch die Sache mit den falschen Haaren wird entdeckt; Titus muss gehen.
Doch da trifft der reiche Bierversilberer Spund auf der Suche nach seinem Vetter Titus ein; der stößt sich zwar ebenfalls an Titus’ Haarfarbe, aber der Bräumeister besteht darauf, dass Spund seinen Verwandten nicht im Stich lässt. Deshalb will er Titus mit einem Barbierladen und Geld ausstatten und ihn nicht mehr wieder sehen. Das macht die Runde und Titus’ Ansehen steigt wieder.
Titus beschwindelt ihn mit einer grauen Perücke – er sei plötzlich ergraut -, worauf ihn Spund zusätzlich zu seinem Universalerben einsetzen will. Obwohl auch dieser Schwindel auffliegt – Titus will freiwillig vor der Unterzeichnung des Notariatsaktes die Perücke abnehmen –, bleibt es dank des charmanten Eingreifens der Frau von Cypressenburg dabei. Titus weist alle Witwen zurück und erwählt Salome:
»Ich weiß, Herr Vetter, die roten Haar’ missfallen Ihnen, sie missfallen fast allgemein. Warum aber? Weil der Anblick zu ungewöhnlich is; wann’s recht viel’ gäbet, käm’ die Sach’ in Schwung, und dass wir zu dieser Vervielfältigung das unsrige beitragen werden, da kann sich der Herr Vetter verlassen drauf. «
Termine
26. Dezember '06
Pischelsdorf, Pfaarsaal
 
Neudorf 103
A-8211 Ilztal
0681 / 81 72 73 80
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