THEATERSTÜCKE
 
Die verhängnisvolle Faschingsnacht
Wintertheater 2003
Die verhängnisvolle Faschingsnacht ist eine Posse mit Gesang in drei Aufzügen, welche am 13. April 1839 als "Benefiz-Vorstellung" für Nestroys Lebensgefährtin Marie Weiler im Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Nestroy spielte den Holzhacker Lorenz.

Der Pächter Tatelhuber kommt in die Stadt und muss erkennen, dass die Ehe seines Sohnes Philipp ("Lipperl") auch nach der Geburt des ersten Sohnes weiterhin ungut verläuft: Philipp steht unter dem Pantoffel seiner reichen Helene, die sich vom Herrn von Geck umwerben lässt, und die treue Magd Sepherl – eine Ziehtochter Tatelhubers – wird ungerecht behandelt, während Rosine und Heinrich in Wahrheit unzuverlässig sind.
Dass sich Sepherl für keinen anderen außer dem aufbrausenden Lorenz – dem die Ehre über alles geht,– interessiert, kränkt Tatelhuber einwenig, da er sich insgeheim auch für sie interessieren würde; daher observiert er Lorenz heimlich, um seinen Charakter zu erkunden.
Gottlieb Taubenherz, der Bruder von Helenes verstorbenen ersten Mann, will an ihre Erbschaft und sieht sein Vorhaben durch das Kind gefährdet. Er lässt es von Jakob, dem Gefährten von Lorenz, und dessen Frau Katherl entführen, während die Herrschaften gemeinsam mit Tatelhuber auf einem Faschingsball sind.
Die Entführung gelingt, die Übergabe nicht, weil Heinrich den Lohn für sich behalten will und nicht zum mit Jakob und Katherl vereinbarten Treffpunkt kommt. Sepherl hat die Entführer fast überrascht und folgt ihnen mit (widerwilligen) Nachtwächtern. Der Korb mit dem Kind wird zunächst in der Lücke eines Zaunes versteckt; Lorenz – um Sepherl eins auszuwischen – stellt den Wäschekorb, den er von Nani geholt zu Philipps Haus bringen will, genau davor, sodaß die Entführer bei ihrer Rückkehr die Wäsche fortschaffen, er selbst hingegen bringt das Kind unwissend heim.
Dort hat man die Entführung längst bemerkt, die Gendarmen haben die Täter gefasst, Sepherls Unschuld ist erwiesen und Lorenz wird nun als Wohltäter gepriesen. Helene willigt in Tatelhubers alten Vorschlag, Philipp zu Aufbau einer eigenen Landwirtschaft das Geld zu leihen, endlich ein und Tatelhuber befürwortet die Heirat von Lorenz und Sepherl.
Termine
26. Dezember '03
Pischelsdorf, Pfaarsaal
 
Neudorf 103
A-8211 Ilztal
0681 / 81 72 73 80
info@lustspiel-pischelsdorf.at
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